Puebla - Chignahuapan - Zacatlán - Huauchinango |

|
www.fravo.de |
|
Herzlich willkommen |
|
zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2005 |
|
Am heutigen Freitag habe ich dank der Überstunden einen Tag frei nehmen können, so dass mir mit dem am Montag folgenden Feiertag zu Ehren der Jungfrau von Guadalupe vier freie Tage zu Verfügung stehen, an denen ich den Norden des Staates Puebla - die Sierra Norte - kennen lernen will. Meine heutige Tour führt über die Schnellstraße nach Tlaxcala, weiter nach Apizaco. Auf der gut ausgebauten Mex119 geht’s einspurig weiter über Tlaxco nach Chignahuapan. Nach Tlaxco steigt die Straße steil an, und plötzlich fährt man durch dichtesten Nebel. Chignahuapan liegt wieder etwas tiefer (2260 m ü.NN), so dass es hier zwar keinen Nebel hat, aber trotzdem ziemlich kalt und feucht ist. Es ist ein kleines Städtchen, das nicht besonders viele touristische Attraktionen bietet, eine Pause lohnt hier aber allemal. Für mich gab‘s hier als zweites Frühstück frische Backwaren, deren Duft die ganze Straße eingehüllt hatte. |
|
Weiter Richtung Zacatlán, allerdings habe ich den Abzweig zum Wasserfall von Quetzalapa nicht gefunden, so dass ich zunächst in Zacatlán die Aussicht auf die Schlucht (Barranca de Zacatlán) bei einem Kaffe genossen habe. Auch hier Nebelschwaden, die den Himmel verdecken. Im Café habe ich eine gute Beschreibung des Wegs zum vorgenannten und einem weiteren Wasserfall bekommen, so dass ich noch mal 10 km zurückgefahren bin. Der Weg zum Wasserfall hat sich als Sandpiste dargestellt, die genauso gut hinter dem ersten Feld hätte enden können. Dieser Abstecher hat sich auch durchaus gelohnt, wenngleich aufgrund des nassen Wetters und des Herbstlaubs erhöhte Rutschgefahr beim Wandern entlang der angeblich 280 Stufen zum Fuße des Wasserfalls besteht. Den Besuch des Marktplatzes von Zacatlán habe ich gestrichen, weil es absolut keinen Parkplatz gab, und die Kleinstadt den absoluten Verkehrskollaps erlebt hat. |
|
Weiter geht’s durch die trockene Hochebene mit Getreide und Agaven, zunächst will ich in das Valle de Piedras Encimadas, dessen Landschaft als Märchenwelt beschrieben wird. Die Anfahrt gestaltet sich langwierig, für die 9,5 km lange Sandpiste mit teilweise tiefen Schlaglöchern habe ich 30 Minuten gebraucht, was meinen Zeitplan allmählich kräftig durcheinander bringt, denn es ist schon 15.00 Uhr, als ich ankomme. Der Park ist praktisch nagelneu und als Erholungszentrum mit Wander-, Reit- und Klettermöglichkeiten konzipiert. Im Dezember ist es hier natürlich etwas triste, und tatsächlich war ich der einzige Besucher. Die Landschaft war auch nicht wirklich besonders, so dass ich nach einer halben Stunde meine Fahrt fortgesetzt habe. Fazit: Lohnt sich nicht. |
|
Jetzt will ich schnellstens nach Huauchinango, wo mich mein Hotel für die kommende Nacht erwartet. Diese Stadt liegt auf nur 1540 Meter über Null, so dass man schätzungsweise 600 Meter auf Serpentinen absteigen muss. In dieser klimatischen Grenzzone herrschte dichtester Nebel, so dass es im Kolonnenverkehr und Schleichfahrt abwärts geht. Bis ich das Hotel im Zentrum gefunden habe, war schon fast 18 Uhr, weshalb ich die eigentlich noch eingeplanten 3 Orte (Nueva Nexaca, Tenanga de las Flores, Pahuatlán) auf den nächsten 25 km nicht mehr besucht habe. Stattdessen bin ich durchs Zentrum geschlendert, und habe schließlich zu Abend gegessen. Das Essen war hervorragend und dazu noch sehr günstig: gerade mal 85 Pesos für ein Fischgericht mit reichlich Beilagen, ein Glas Wein und anschließend einen guten Kaffe. Das Hotel Guerrero ist ordentlich, hat aber keine Heizung, so dass es nachts sehr kalt wurde. Parkplätze sind vorhanden, für 215 Peso gibt’s natürlich kein Frühstück, den Kaffee würde ich das nächste Mal aber sowieso woanders trinken… |





























