SIERRA NORTE: Huauchinango - Zacatlán - Zapotitlán - Cuetzcalan (Tag 2) |

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zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2005 |
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Trotz Schlaglöchern oder kurze Stücke ohne festen Straßenbelag, kommt hier richtig Fahrspaß auf. Zum Glück hat dieses Auto Klimaanlage und Servolenkung, so dass man recht gemütlich vorankommt. Insbesondere in nassen Kurven oder Schattenstellen ist mit Schlaglöchern zu rechnen, die teilweise eine akute Gefahr für Reifen und Radaufhängung darstellen, wenn man sie nicht rechtzeitig erkennt und umfährt. Ebenfalls hinderlich sind die Topes, (manchmal den Unterboden ankratzende Betonhubbel) glücklicherweise aber nur in den wenigen Dörfchen, durch die man kommt. Über weite Strecken trifft man auf kein einziges Auto, keine Menschen oder Dörfer. Und doch ist diese Gegend nicht menschenleer. Ab und zu sieht man einen kleinen Pfad von der Straße zu einer Unterkunft abgehen, oder Mexikaner, die gerade einen Baum abernten, Holz schleppen oder die Schlaglöcher der Straße zuschaufeln. Diese Straßenarbeiter waren fernab jeder Siedlung ohne Maschinen und ohne ein Fahrzeug am schuften. Die wenigen kleinen Dörfer an der Straße scheinen weit weg von der Zivilisation zu sein, der allgemeine Zustand scheint hier noch sehr ursprünglich zu sein. Gleichwohl fahren hier regelmäßig Colectivos, die die Dörfer miteinander und mit Zacatlán verbinden und den Personentransport auch in dieser abgelegenen Gegend sicherstellen. |


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Es ist sehr kalt in Huauchinango, als ich nach einer kühlen Nacht um halb acht mein Hotelzimmer verlasse und mich auf die Suche nach einem Kaffee mache. Das Hotelrestaurant ist noch zu, daher wandere ich zunächst durch die noch schlafende Stadt und erstehe für ein paar Pesos einige Backwaren in der nahen Panadería und einen großen Becher frisch gepressten Orangensaft (1 Liter für 12 Pesos) bei einer Verkäuferin an der Straße. Schließlich regt sich im Restaurant etwas, aber mehr als Kaffee gibt’s noch nicht, so dass mein Frühstück nach 10 Minuten schon beendet ist, und mich aufmache, die Serpentinen, die ich gestern im Nebel herab gefahren bin, wieder auf rund 2300 Meter aufzusteigen und über die Hochebene nach Zacatlán zurückzufahren (50 km), wo die Carretera Interserrana beginnt, die Gebirgsstraße die ich heute bis nach Cuetzalan fahren will. |
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Die Strecke führt über weite Teile durch dicht bewachsene Berghänge, in höheren Lagen mit Bäumen, Farn und anderem Gebüsch, in niedrigeren Gebieten mit subtropischem Klima findet man viele Bananenstauden, Avocadobäume, Zuckerrohr, Kaffee, Orangenbäume und andere, die ich nicht mit Namen kenne. |
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Da es eigentlich ständig hoch oder runter entlang von steilen Berghängen geht, kann man oft einen grandiosen Ausblich genießen. Die Höhenangaben der nachfolgenden Dörfer verdeutlichen dies, die tatsächlichen Höhenunterschiede sind aber noch viel gewaltiger, da es viele Teile zu umfahren und Berge zu überwinden gilt. Es gibt aber grundsätzlich keine Leitplanken oder Schutzmauern gegen den Abgrund, in der Regel ist die Straße aber recht breit, so dass der Verkehr gut aneinander vorbeikommt. Zacatlán (2040 m ü.NN) Ahuacatlán (1300 m ü.NN) Tepango de Rodriguez (1540 m ü.NN) Zapotitlán de Mendez (640 m ü.NN) Xochitlán (1040 m ü.NN) Nauzontla (1460 m ü.NN) Jonotla (1000 m.ü.NN.) |
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Cuetzalan Yohualichan, einer Ausgrabungsstätte mit ihrer Blütezeit im 6.-9-JH unserer Zeit, die über 2 km holprigen Steinweg zu erreichen ist. Fazit meiner Besichtigung: Eine pyramidenförmige Tempelanlage, wie man sie auch an anderen Stätten ähnlich sehen kann, daher lohnt sich die Tortur der holprigen Schleichfahrt bis zum Erreichen der Anlage kaum. Selbst mit Lesen der Hinweistafeln ist man in 15 Minuten durch. Eintritt 24 Peso, für Studenten sowie am Sonntag für alle, Eintritt frei. Viele Kinder, die gerne das Auto bewachen wollen. Für drei oder vier Pesos ist man dabei... |
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Danach bin ich nach Cuetzcalan zurückgefahren, ein kleines, enges Dörfchen in Hanglage, mit steilen schmalen Gassen. Ohne Stadtplan bin ich durch einige dieser Gassen gefahren, bis ich endlich das Hotel gefunden hatte. Das Posada Cuetzcalan ist ein uriges Gebäude (Bild 1 bei Nacht), aber wunderschön gepflegt, mit einem tollen Innenhof, von dem die Zimmer abgehen. Ohne Heizung wurde es nachts wieder einmal ziemlich kalt. Für 345 Pesos bietet das Hotel aber guten Komfort und schöne Zimmer. Im Ort gibt es einen Markt mit allem was man so brauchen könnte, und auch sehr viele Blumenhändler. Einige Restaurants laden zum Abendessen ein, da lasse ich mich nicht lange bitten. |


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Heute morgen ist es nebelfrei und sonnig, und so reihe ich mich in die Schlange langsamster LKW und PKW ein, die die Berge hinauf schleichen. Überholmöglichkeiten gibt es praktisch keine, die Straße besteht eigentlich ausschließlich aus Kurven, und Gegenverkehr herrscht auch. So brauche ich bereits 40 Minuten für die ersten 22 Kilometer. Doch anschließend herrscht nur sehr wenig Verkehr auf der mir von gestern schon bekannten (fast schlaglochfreien) Straße, und ich komme sehr zügig nach Zacatlán zurück. Nachdem ich durch den Ort durch bin, geht es auf der schmaleren Carretera Interserrana auf engen Kehren und in Serpentinen tief hinunter in die Täler und anschließend an der anderen Talseite wieder hinauf. |






















