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zuletzt aktualisiert: 27. Februar 2006 |

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Herzlich willkommen |
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Meine Erfahrungen in México. Kurze Berichte und einige Fotos für jeden, der sich dafür interessiert. |
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Tagebuch: FEBRUAR 2006 |
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Samstag - Montag, 04.-06.02.2006: Langes Wochenende, Urlaub in Xalapa und Veracruz Nach bereits vier Monaten in Mexiko wird es endlich Zeit, mal an die Küste zu fahren. Daher führt mich diese Wochenende zunächst nach Xalapa, dann weiter nach Veracruz, der wichtigsten Hafenstadt am mexikanischen Golf. Nach Verlassen der Hochebene von Puebla und den angrenzenden wüstenähnlich kargen Flächen folgt die typische Nebelzone, durch die sich die Straßen abwärts windet bis in das verregnete Städtchen Xalapa auf rund 900m Höhe. In einem zentral gelegenen ruhigen Hotel gibt es das geräumige Doppelzimmer schon für 175 Pesos pro Person, besser hätte man die „Blindreservierung“ nicht treffen können. Am nächsten Morgen war der Regen weg und strahlender Sonnenschein lud nach dem Frühstück noch zu einem kurzen Stadtbummel ein. Dann ging die Fahrt weiter, zunächst bis zur einer als Museum eingerichteten, Hacienda inmitten eines tollen Parks. Auf der einzigen (inzwischen als Autobahn ausgebauten) Straße fliegen wir dann dem Meer entgegen, fahren dann entlang der Küste nach Norden, weg von Veracruz, um einen Strand zu finden. Das dauert nicht lange, und kurz darauf steht dem Schwimmen im aufgewühlten Meer nichts mehr im Wege. Lediglich der starke Wind bläst den Sand wirklich überall hin und rein, so dass wir uns als echte Sandmänner auf den Weg zum Hotel nach Veracruz machen. Das Hotel in Veracruz steht direkt am Jachthafen und ist über die besten Zeiten weg, aber sauber und ordentlich, und mit Meerblick und Minibalkon bei einem Preis von 300 Pesos pro Person im Doppelzimmer echt günstig. Abends suchen wir nach einem Restaurant, um den im Reiseführer empfohlenen Huachingo veracruzana zu genießen, ein sehr gut angerichtetes und empfehlenswertes Fischgericht. Am Montag fahren wir über die Landstraße durch endlose Zuckerrohrplantagen zurück Richtung Puebla. Unterwegs essen wir in Cordoba zu Mittag, und nutzen dann die Autobahn, um auf abenteuerlichen Serpentinen die noch fehlenden 1000 Höhenmeter auf kurzer Strecke auf das Hochplateau aufzusteigen. |
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Samstag 11. & Sonntag 12.02.2006: Dieses Wochenende wird sportlich: Nachdem sich kurzfristig vergangenen Freitag eine Wandergruppe aus 7 deutschen Praktikanten gefunden hatte, standen die Abende dieser Woche ganz im Zeichen der Vorbereitung: Vorbesprechung mit den Bergführern, Einkaufen der fehlenden Dinge und letztlich das Packen des Rucksacks. Einkaufen ist natürlich etwas teuer, denn wozu braucht man ich Mexiko ansonsten Handschuhe, Mütze, Isomatte….. Doch glücklicherweise gibt es günstige Märkte wie den Fajuka, wo ich einen passablen Bergrucksack für 325 Pesos, also rund 26 €, erstanden habe (zum Vergleich: die Fleecehandschuhe haben trotz Handeln noch 80 Pesos gekostet). Der Wanderplan hat es in sich: von Puebla (2160m) fahren wir in den Nationalpark zum Ausgangspunkt auf 3680m. Von dort geht es zu Fuß weiter bis zur Hütte auf 4780m. Hier wollen wir in der Hütte übernachten (nur Hütte; kein Wasser, Strom, Verpflegung o. ä.) und am frühen Morgen auf den Gipfel des Ixtaccihuatl (5286m) aufsteigen. Vom Treffpunkt um 7.30 Uhr in Cholula fahren wir etwa 2,5 Stunden bis in den Nationalpark, wo wir die bereitgestellte Ausrüstung (Helm, Lampe, Gurtzeug, Steigeisen, Eispickel, Seile, Zelt) auch noch in unsere Rucksäcke unterbringen müssen. Entsprechend schwer und dichtest gepackt sind unsere Rucksäcke schließlich, als wir gegen 10.30 Uhr aufbrechen. Mit drei Pausen zur Erholung und Gewöhnung an die fühlbar dünner werdende Luft steigen wir durch Sand und Geröll zur Hütte auf, wo wir nach gut vier Stunden ankommen. Inzwischen ist dichtester Nebel aufgezogen, so dass die Kälte auch noch unangenehm feucht wird. Glücklicherweise sind wir rechtzeitig in der Hütte, so dass wir noch windgeschützte Schlafplätze im Inneren bekommen. Da ich mit Übelkeit und Kopfschmerzen zu kämpfen habe, packe ich mich auch gleich in den Schlafsack ein, nachdem die verschwitzten Klamotten ausgetauscht sind. Als um vier Uhr morgens unsere Guides zum Aufbruch rufen, entschließe ich mich (notgedrungen), auf der Hütte zu bleiben, da ich mich noch nicht wieder fit genug fühle, um die verbleibenden 500m Höhe auf den Gipfel zu klettern. Doch die vier (von sieben), die sich auf den Weg machen, sind rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel. Doch auch schon auf der Höhe der Hütte - die mit 4780m weit über den europäischen Alpengipfeln liegt - hat man einen herrlichen Blick, und kann in absoluter Stille und Eiseskälte (etwa –10°) den Sonnenaufgang genießen. Leider lagen sowohl Puebla im Osten als auch Méxiko im Westen unter einer dichten Wolkendecke, so dass die Sicht nicht so gut wie erhofft war. Einen sehr guten Blick hatte man dafür auf den kegelförmigen (aktiven) Vulkan Popocatepetl in direkter Nachbarschaft. In jeden Fall aber hat sich die Anstrengung gelohnt, auch wenn sich die physischen Grenzen mangels vorherigem Training doch sehr schnell gezeigt haben. |













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Montag 13.02.2006: „Estamos en México“, oder was tut man wenn die Stromrechung nicht bezahlt ist? Seit gestern hatte ich keinen Strom in der Wohnung, vermutlich (anhand des Zustands des Kühlschranks) auch schon seit Samstag. Nachfrage bei meinem Arbeitgeber ergab, dass möglicherweise die Stromrechung nicht schnell genug bezahlt wurde, was aufgrund der Verspätungen auf dem Postweg durchaus häufiger passieren kann. Doch es wäre nicht Mexiko, wenn es nicht heißen würde: wir kümmern uns drum! Und tatsächlich: Abends standen zwei Industrieelektriker der Firma vor der Tür, die das vom Energieversorger gekappte Stromkabel des Hausanschlusses kurzerhand und mit beherzten Handgriffen am Zähler wieder angeschlossen haben. Mich freuts: ich hab wieder Licht, und die Rechung wird dann morgen ja bezahlt…. Es gibt übrigens keinerlei Vorwarnungen wie Mahnung oder Sperrkassierer wenn die Zahlung vergessenen wurde: Die Zähler liegen straßenseitig, so dass die Drähte jederzeit und ohne das Haus zu betreten gekappt werden können. Und in solchen Fällen sind die Mexikaner echt überraschend schnell und absolut zuverlässig…. |
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Donnerstag 16.02.2006: Es wird Frühling! Seit kurzem wird es auch schon morgens wieder wärmer, und mit dem üblichen Sonnenschein erreichen wir mittags inzwischen satte 29 Grad, so dass man die winterlichen 20 Grad der vergangenen Wochen schnell vergisst. Die Mexikaner prophezeien weiter steigende Temperaturen, bis im April / Mai dann der erste Regen fallen wird. |
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Samstag 25.02.2006: Teotihuacan Heute werden wir nach Teotihuacan fahren, um eine der wichtigsten Tempelanlagen Mexicos zu besuchen. Tatsächlich kann man es fast als Pflichtprogramm bezeichnen, denn hierhin kommen so ziemlich alle Touristen, und zwar auch die mexikanischen. Entsprechend viele Menschen sind hier auch anzutreffen, und als direkte Konsequenz die zahllosen fliegenden Händler, die Schmuck und Kunstgegenstände feil bieten. Mit ein bisschen Spanischkenntnissen kann man hartnäckige Händler beim Silberschmuck zwar letztlich von 300 Pesos auf schlappe 25 runterhandeln, bei diesem Spezialpreis nur mich frage ich dann aber auch, wie viel Silber wirklich verarbeitet ist… Insgesamt würde ich sagen: man muss die beeindruckenden Ausmaße mit eigenen Augen gesehen haben, und der Besuch lohnt sich deswegen durchaus, ansonsten gibt es allerdings durchaus schönere Anlagen zu besichtigen, die nicht so überlaufen sind. Mehr dazu... |